RUINS | WiSe 13

Entwurfsprojekt für Master- und Austauschstudierende

Master Hochbau I und II mit integriertem PIV

 

In und um Berlin sind Ruinen keine Seltenheit. Auch viele gut gelegene, erhaltenswerte und denkmalgeschützte Gebäude verfallen. Die Eigentümer – oft die Kommunen – sind aus eigener Kraft nicht in der Lage, den Verfall aufzuhalten und Zukunftsstrategien zu entwickeln.

Im Rahmen des Entwurfsseminars werden die Studierenden einen Entwurf für den Weiter- und Umbau einer Ruine machen. Die alte Bausubstanz ist dabei Ausgangspunkt für einen Neubau im Altbau, um zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: Die Ruine zu erhalten und Neubaubedarf zu befriedigen. Nutzungsideen sollen sich dabei am aktuellen Raumbedarf des Ortes orientieren und gleichzeitig die Entwicklungspotentiale berücksichtigen, die aus der Nähe zu Berlin entstehen.

Wie in den letzten Entwurfsseminaren des Fachgebiets soll auch dieses Mal mit Infraleichtbeton geplant werden. Der Leichtbeton kann dabei als Klebstoff für die ruinöse Bausubstanz fungieren. Durch das Aufdicken, das Ein- und Hintergießen des Bestands wird die Substanz sowohl stabilisiert und bewahrt als auch gedämmt. Dämmbeton wird dabei innen und außen als neue Oberfläche im Kontrast zum Bestand sichtbar.

Untersuchungs- und Entwurfsobjekt für diesen Umgang mit Ruinen ist das Gut Hohenlandin in der Uckermark, wo ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert im neogotischen Stil und einige Wirtschaftsgebäude seit geraumer Zeit verfallen und einzustürzen drohen. Es sind  neue innovative und lokal verträgliche Nutzungsideen gefragt, die vielversprechende Alternativen zu den heute erprobten Programmen für Objekte dieser Art – Hotel, Kongreß, Spa und Künstlerkolonie – bieten.


 

Onur Oezdemir, Lukas Specks

 

140213_Grundrisse

 

Schnitte

 

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Matthias Bednasch, Björn Wittik

 

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