MASTERTHESIS | SoSe15

Die Thematisierung der Architektur

Gabriel Dollmetsch

 

 

XXSBricollage

Adriano Hellbusch, Daniel Vedder und Jan Wind

 

 

Kritische Autonomie?

Annika Falkstedt

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Thematisierung der Architektur

Gabriel Dollmetsch

Diplomarbeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TOP

 

 

 

 

 

 

 

XXSBricollage

Adriano Hellbusch, Daniel Vedder und Jan Wind

 

 

FAKULTÄTSPREIS 2015
FAKULTÄTSPREIS 2015

 

 XXS Bricolage fordert nicht weniger als einen neuen, geschärften Blick auf den Stadtraum. Die Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt die Profanarchitektur in den architektonischen Diskurs einzubringen. 

In der zeitgenössischen Fachdiskussion, die von wenigen Themen wie Migration, Wohnungsmangel und Großbautprojekten dominiert wird, finden kleinmaßstäbliche Bauten wenig Beachtung. Dabei spielen sie sowohl baukulturell als auch historisch, sozio-kulturell und in ihrer städtebauliche Setzung eine wichtige Rolle im städtischen Geflecht. 

Welche spezifischen Qualitäten bildet ein Kiosk unter einer U-Bahn-Trasse aus? Inwiefern kann ein umgebauter Schubleichter eine urbane Flusslandschaft verändern? Diese und weitere Fragen werden in dieser Arbeit untersucht.

 

LEH_15SS_HellbuschVedderWind4

 

Methodischer Ausgangspunkt hierbei ist das Observieren, Erfassen und Kartieren von Situationen. Die Erhöhung zu grafischen Ikonen dient dazu, die Besonderheiten der obskuren Architekturen herauszuschälen. Zu Solitären verwandelt und in ihrer Eigenheit dargeboten bilden sie eine neue Grundlage der Verhandlung des Stadtraumes.

 

LEH_15SS_HellbuschVedderWind3

 

Eine theoretische Auseinandersetzung mit der Entwicklung Berlins als Untersuchungsgebiet und dem Thema der Bricolage folgt ein Katalog gesammelter Objekte. In der Ausstellung der Arbeit werden die gewonnenen Erkenntnisse weiter vertieft, indem eine Auswahl der Projekte in ausführlicher Form portraitiert und analysiert werden.

 

TOP

 

 

 

 

 

 

 

Kritische Autonomie?

Annika Falkstedt

 

LEH_15SS_MT_Falkstedt

 

Stärker noch als andere Bauten wird die Architektur von Schulgebäuden durch die politischen Entscheidungen und das Werteverständnis einer Gesellschaft geprägt. Zu gleicher Zeit aber wirkt die Schularchitektur auch auf die Gesellschaft zurück. 

Ziel dieser Arbeit war es, die Möglichkeiten einer kritischen Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Berliner Schularchitektur anhand eines architektonischen Entwurfes auszuloten. Meine Forschungen und die kritische Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte der Schularchitektur zielten darauf ab, einen Vorschlag zu einer alternativen Schularchitektur zu unterbreiten. 

Die Schule wurde als weiterführende Schule für ungefähr 400 Schülerinnen und Schüler geplant. Ihrer Größe nach entspricht sie damit anderen Sekundarschulen, die in der Nachbarschaft zu finden sind. Das Verhältnis zwischen Lehrkräften und Kindern ist mit dem anderer Berliner Schulneubauten vergleichbar. 

 

 

 

 BESTANDSGEBÄUDE – POTENTIALE DER ARCHITEKTUR 

LEH_15SS_MT_Falkstedt3

Flexibilität 

1 Das hybride Tragwerk: 

Das Hochhaus in Querwandbauweise schafft kleinere, geschlossene Räume, während der vorgelagerten Gewerbeteil in Skelettbauweise größere und offene Räume bietet. Die nicht-tragende Innenwände können problemlos entfernt werden. 

2 Die Schächte: 

Die vielen Schächten sollen nicht als Hindernis betrachtet werden, bieten im Gegenteil eine große Flexibilität bei der Anordnung der Räume im Gebäude. 

3 Die vorgefertigte Stahlbeton-Deckenplatten: 

Einzelne Deckenelemente können entfernt werden, um neue Verbindungen und Lichtdurchbrüche zu ermöglichen. 

Brandschutz: 

Brandschutztechnisch ist der Grundriss gut organisiert, da alle Räume eine direkte Verbindung ins freie oder ins Flucht-

treppenhaus aufweisen. 

4 Die Erschließung: 

Aufgrund der vielen vorhandenen Öffnungen sind nur wenige neue Wanddurchbrüche erforderlich für die Erschließung der Schule. 

Kommunikation 

5 Die Eingänge: 

Die hohen Mauerwerkswände an den Eingängen zwischen den Gewerbeeinheiten kommunizieren Zugänglichkeit und sind barrierefrei zu nutzen. 

6 Die Brüstungen / Werbeflächen: 

Die Werbeflächen oberhalb der Gewerbeeinheiten sind sehr aneignungsfähig, da sie z.B. angemalt werden können. Durch ihre Form und Größe weisen sie einen öffentlichen Charakter auf. 

Die Eckräume: 

Durch die höheren Eckräumen wird die Vielfalt der Räumlichkeiten weiter erhöht und Nutzungen ermöglicht, die eine größere Raumhöhe bedürfen.

 

UMBAU – ADDITION UND ABRISS 

LEH_15SS_MT_Falkstedt5

+ ADDITION 

Erschließung 

1 Die Rampen: 

Die im Bestandsgebäude getrennte barrierefreie (Süd) und nicht-barrierefreie (Nord) Erschließung wird durch die Addition von Rampen an der Nordseite optimiert. Weiter werden die Haupterschließungswege der Schule und der Bewohner getrennt – dadurch werden die Treppenräume der Bewohner entlastet, wobei der Aufzug als Nebenerschließung weiterhin auch dem barrierefreien Zugang der Schulräumen im 1. OG dient. 

2 Die neue Treppen: 

Neue Treppen werden innerhalb der Schule addiert, um eine sichtbare Verbindung der Schulräume im EG und 1. OG zu schaffen. Direkt neben der Treppen befinden sich die Eingänge zu den Aufzügen. 

Trennung 

3 Die Akustikvorhänge: 

Die bunte Vorhänge sollen einerseits der 

sichtbaren und akustischen Unterteilung der großen Freiräumen und andererseits der Orientierung im Gebäude dienen. 

4 Die Falttüre: 

Durch Falttüre kann das Erdgeschoss unterteilt und einzelne Einheiten – inklusive der Lagerräume und der Sanitärräume – externen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. 

Funktionalität der Räume 

5 Die Fassade: 

Die faltbare Fassade schafft eine direkte Verbindung zwischen Innen- und Außenraum. 

6 Die Dächer: 

Mit Hilfe einer leichten Konstruktion können unterschiedliche Belichtungssituationen schaffen und den einzelnen Räumen eigene Identitäten verleihen. 

 

– ABRISS 

Die meisten nicht-tragenden Innenwänden werden entfernt, mit wenigen Ausnahmen brauchen sie bei der neuen Nutzung nicht ersetzt werden. 

Die Müllabwurfsschächte neben den Aufzügen werden entfernt (dem Ziel der Berliner Bauordnung entsprechend: §46 (3) ) und machen so Platz für die Rampen.

LEH_15SS_MT_Falkstedt4

TOP